In der Nacht von Samstag auf Sonntag drehen wir die Uhren von 2 auf 3 Uhr vor.In der Nacht von Samstag auf Sonntag drehen wir die Uhren von 2 auf 3 Uhr vor.

Wodurch entstehen Zeitzonen?

Die Erde ist geografisch in 360 Längen- und 180 Breitengrade unterteilt, wobei wir zweitere für die Überlegung der Zeitzonen nicht benötigen. Wir wissen, dass sich die Erde in 24 Stunden (genau genommen in 86.164 Sekunden) einmal um ihre eigene Achse dreht und ein Tag vergeht. Bei der Division von 360° durch 24 Stunden, ergibt sich eine Rotationsgeschwindigkeit von 15 °/h. Der nullte Längengrad (auch Nullmeridian genannt) verläuft durch den Londoner Vorort Greenwich. Für diesen Längengrad ist auch die internationale Weltzeit UTC definiert.

Wien liegt knapp mehr als 16° östlich von Greenwich. Für diese Distanz von 16° benötigt die Erde knapp mehr als eine Stunde, was eben diese Zeitverschiebung zwischen England und Österreich erklärt. Die Sonne erreicht also in Österreich um 60 Minuten früher ihren Höchststand als in England.

Der Nutzen der Zeitumstellung

Wie gerade erklärt ist die korrekte Zeitzone für Wien UTC + 1. Im Frühling wechseln wir jedoch immer für ein halbes Jahr in die Zeitzone UTC + 2, unsere Sommerzeit. Die Neigung der Erdachse verursacht nämlich im Laufe eines Jahres unterschiedliche Tageslängen. Würde immer Winterzeit gelten, würde die Sonne im Juni bereits vor 4 Uhr auf-, jedoch schon um 20 Uhr untergehen. Durch die Sommerzeit scheint die Sonne jedoch von 5 Uhr bis 21 Uhr, was einer Mehrheit der Bevölkerung zu mehr Sonnenschein verhilft.

Die Politik hat beschlossen, dass es das Verstellen der Uhren nun ein Ende hat und ab 2021 nur mehr Sommer- oder Winterzeit gilt. Welche Zeit schlussendlich festgelegt wird ist noch nicht entschieden.

Die Zeitumstellung in der Meteorologie

Dem Wettergeschehen ist die aktuelle Uhrzeit und Zeitzone logischerweise herzlichst egal. Einige Messungen finden jedoch weltweit zum gleichen Zeitpunkt statt. Als Beispiel seien hier Radiosonden erwähnt, welche zumeist um 00 UTC und 12 UTC aufsteigen. Für Wien heißt das konkret, dass die Radiosonden im Sommer um 02 und 14 Uhr (Lokalzeit), statt wie im Winter um 01 und 13 Uhr (Lokalzeit) starten.

In welche Richtung wird die Uhr gedreht?

Es gibt eine, gerade für Wien passenden, ganz einfache Eselsbrücke um sich zu merken in welche Richtung wir die Uhren wann drehen müssen:

  • Im Frühjahr stellen die Wirte ihre Garnituren vor das Lokal in die Schanigärten. (Wir stellen unsere Uhren auch vor)
  • Im Herbst räumen die Wirte die Garnituren zurück in das Lokal. (Wir stellen unsere Uhren auch zurück)

Jetzt ist es in der Nacht von 30. auf 31. März wieder so weit, und wir verstellen die Uhren bald zum letzten Mal. Es wird daher wieder schlagartig um eine Stunde später hell, dafür scheint die Sonne auch länger. Aktuelle Sonnenauf- und Untergangszeiten finden sich auf der Homepage der ZAMG.

Artikel erschienen am    29. März 2019  | 

Schreibe einen Kommentar