Winterbilanz 2017/18; Foto: wetter-wien.wienWinterbilanz 2017/18; Foto: wetter-wien.wien
Der Winter 2017/18 war im Vergleich zum langjährigen Mittel (1981-2010) in ganz Österreich um 0,8 Grad wärmer als „normal“. Es blieb vergleichsweise trüb, in Wien gab es mit 188 Sonnenstunden (das sind etwa 2 pro Tag) 17 Prozent weniger Sonne als in einem durchschnittlichen Winter. Zugleich gab es aber auch weniger Regen oder Schnee, die Niederschlagssumme war um 10 Prozent geringer als gewöhnlich.

Die Winter-Bilanz 2017/18

In Wien wurde in diesem Winter bis zum 25. Februar kein einziger Eistag (Tageshöchstwert unter 0 Grad) registriert. Mit einem Schwall polarer Kaltluft stürzten die Temperaturen aber in der Folge in den Keller – damit wurde auch ein Allzeit-Rekord knapp verfehlt; einen Winter ohne einen einzigen Eistag gab es in Wien noch nie. Auch wenn der Kaltlufteinbruch Ende Februar noch für Eistage sorgte, war nach einem milden Dezember und einem sehr milden Jänner über den Winter gesehen die Messstation Wien Innere Stadt österreichweit die wärmste mit einem Saisonmittel von +3,2°C (+1,1°C gegenüber dem Mittel 1981-2010).

Wärmster Tag des Winters war der 29. Jänner 2018 mit einen Temperatur-Höchstwert von 16,1°C. Kältester Tag war der 26. Februar mit einem Temperatur-Tiefstwert von -15,8°C.

So sahen die Monate im Detail aus:

Dezember

Mild und recht sonnig zeigte sich der Dezember 2017 in Wien. Die Temperatur lag wienweit um 1,9°C über dem langjährigen Schnitt, in der Innenstadt gab es durchschnittlich 4,2°C (+2,1°C). Insgesamt fiel weniger Niederschlag (-19%), und es gab deutlich mehr Sonne (+52%) als normal. Zu Weihnachten blieb es trocken und mild. Die höchste Temperatur (14,9°C) des Monats wurde zu Silvester gemessen, der tiefste Wert (-6,2°C) am 19. Dezember.

Jänner

Der Jänner wurde von Westwetterlagen dominiert, kennzeichnend dafür ist relativ mildes und niederschlagsreiches Wetter. Die Luftmassen wärmen sich über dem Atlantik auf ziehen ostwärts über Mitteleuropa hinweg. Kältehochs, die kontinentale Kaltluft polaren Ursprungs bringen, gab es nicht. So wurde der Jänner der drittwärmste in der 251-jährigen Messgeschichte, wie die ZAMG berichtet.Wärmer waren nur der Jänner 2007 (Abweichung +4,7°C) und 1796 (Abweichung +4,5°C). In Wien gab es 23 Prozent mehr Niederschlag und 28 Prozent weniger Sonnenschein als im langjährigen Schnitt. Die höchste Temperatur lag bei 16,1°C (29. Jänner), die tiefste bei -4,2°C.

Februar

Ein Kaltlufteinbruch, der Luftmassen aus Sibirien nach Mitteleuropa transportierte, sorgte in der letzten Februarwoche dafür, dass es doch noch Eistage in Wien gab. Verantwortlich dafür war ein stabiles Hochdruckgebiet über Skandinavien, an dessen Vorderseite polare Kaltluft zu uns gelangte. Mit einem Durchschnittswert von 0,1°C war die Wiener Innenstadt im Februar der wärmste Ort Österreichs – gegenüber dem langjährigen Mittel aber immer noch 2,9°C zu kalt. Die Hochdrucklage brachte weniger Niederschlag (-29%), gleichzeitig aber auch viel Hochnebel und damit deutlich weniger Sonne als im langjährigen Mittel (-41%). Die höchste Temperatur lag bei 7,8°C (1. Februar), die tiefste bei -15,8°C (26. Februar).

Artikel erschienen am    26. März 2018  | 

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