Die Wetterstation im Kurpark Oberlaa, eine von vielen Wetterstationen in WienDie Wetterstation im Kurpark Oberlaa, eine von vielen Wetterstationen in Wien (c) Gugerell
„Heute wird es sonnig und heiß“ oder „Im Laufe des Tages sind einzelne Schauer zu erwarten“, Sätze wie diese kennt man aus gängigen Wetterprognosen. Um nun aber feststellen zu können, wie sonnig oder wo ein Schauer genau niedergegangen ist, braucht es Wetterstationen.

Wetterstationen Aufzeichnung

Alleine in Wien gibt es sieben sogenannte teilautomatischen Wetterstationen (TAWES), österreichweit sind gar über 270 Stationen (Stand 01.07.2018) im Einsatz. Aufgezeichnet werden gängige Wetterparameter wie:

  • Lufttemperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Niederschlagsmenge
  • Luftdruck
  • Windrichtung und Windgeschwindigkeit
  • Globalstrahlung (wie viel Solarstrahlung kommt am Boden an)
Gemessen wird im 10-Minuten-Takt.

Standorte der Wetterstationen in Wien

Wie bereits erwähnt, befinden sich im gesamten Stadt Gebiet einige Stationen zur Messung des Wetters. Am bekanntesten ist bestimmt jene, bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Döbling im 19. Wiener Gemeindebezirk. Weiters sind in Wien folgende Wetterstationen installiert:

  • Innere Stadt
  • Stammersdorf
  • Donaufeld
  • Unterlaa
  • Mariabrunn
  • Jubiläumswarte
Auffällig ist dabei, dass die Temperaturmaxima häufig an der Station „Innere Stadt“ aufgezeichnet werden. Dies ist dem sogenannten Stadteffekt zu verdanken. Die höchsten Windgeschwindigkeiten, werden hingegen auch an der höchsten Wetterstation von Wien, auf der Jubiläumswarte (451 m), gemessen.

Neben Wetterstationen in unmittelbarer Stadtnähe wie, in Groß-Enzersdorf, am Flughafen in Schwechat oder auch in Brunn am Gebirge, gibt es immer häufiger Wetterstationen für zu Hause.

Eine mobile Wetterstation für zu Hause.

Eine mobile Wetterstation für zu Hause.

Oft werden diese dann auf Plattformen wie Weather Underground zur Verfügung gestellt. Natürlich sind die Messwerte von privaten Stationen mit etwas mehr Vorsicht zu genießen, als die offiziellen des österreichischen Wetterdienstes, da Bestimmungen wie, die Temperaturmessung muss zwei Meter über Grund erfolgen, nicht immer eingehalten werden können.

Letztendlich, um festzustellen, inwieweit die Wetterprognose dem tatsächlichen Wetter entspricht, kann man in Wien auf zahlreiche offizielle und auch private Wetterstationen zurückgreifen. Außerdem: Sollten einmal Wetterinformationen in einem Gebiet mit weniger Wetterstationen gebraucht werden, können zusätzlich sogenannte Fernerkundungssysteme, wie RADR- oder Satellitenmessungen hinzugenommen werden.

Artikel erschienen am    5. Juli 2018  | 

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