Wetterrückblick: Sonnenblumen-Feld im Sommer; Foto: wetter-wien.wienSonnenblumen-Feld im Sommer; Foto: wetter-wien.wien

Zwei Hitzewellen und eine – relativ – kühle Phase bestimmten das Wetter im Juli dieses Jahres in Österreich. Die erste Hitzewelle begann noch im Juni und dauerte nahezu in ganz Österreich bis zum 7. Juli an. Bis zum 19. Juli lag in der Folge das Temperaturniveau im leicht unterdurchschnittlichen Bereich, wie die Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) mitteilte. Es folgte die 3. Hitzewelle des Jahres. Im Westen endete die Hitzewelle mit Regenschauern und Gewittern am 27. Juli. Im Osten dauerte sie, bei Tageshöchstwerten von 28 bis 31 °C, teilweise bis zum Monatsende an.

Insgesamt war der Juli 2019 im österreichischen Tiefland um 1,7°C wärmer als das Mittel 1981-2010 und in den Gipfelregionen um 1,8°C. Damit gehört dieser Juli in Österreich zu den zehn wärmsten der Messgeschichte, so die ZAMG. Die räumliche Verteilung der Temperaturanomalien ist in diesem Monat relativ gleichmäßig. In den meisten Landesteilen lagen die Abweichungen zwischen +1,5 bis +2,5°C.

Hitzewellen

Die Hitzewellen sorgten für eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Tagen mit mindestens 30°C. Die meisten Hitzetage gab es an der Wetterstation Wien Innere Stadt (13 Hitzetage, im vieljährigen Mittel 9).

Niederschlag

Der Juli 2019 brachte in der österreichweiten Auswertung um rund 30 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel. Größere Regenmengen fielen meist nur bei schweren Gewittern und gegen Ende des Monats stellenweise mit Dauerregen im Westen und Süden Österreichs. Seit Jahresbeginn ist es damit besonders in der Osthälfte Österreichs größtenteils um 10 bis 40 Prozent zu trocken.

Wien absolut wärmster Ort Österreichs

In absoluten Werten gemessen, war einmal mehr Wiens Innenstadt der wärmste Ort Österreichs – mit einem Monatsmittel von 23,6°C (+1,5°C gegenüber dem langjährigen Schnitt). Der Höchstwert wurde am 1. Juli, ebenfalls in der Wiener Innenstadt – gemessen: 38,4°C. Die Sonnenscheindauer (251 Stunden) lag im Mittel. Den Tiefstwert des Monats lieferte die Messstation Wien-Mariabrunn im Westen der Stadt mit 8,5°C am 8. Juli.

Weitere Wetter-Bilanzen im Detail:

Juni 2019: Allzeit-Rekorde in Österreich

Mai 2019: Nass und kalt

April 2019: Warm und trocken

März 2019: Warm und trocken

2018 wärmstes Jahr der Messgeschichte

Winter-Bilanz 2017/18

Artikel erschienen am    1. August 2019  | 

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