Grafik für Föhnwetter© BR, Föhnwetter: Wie entsteht Föhn?

Wie Föhnwinde entstehen

Trifft warme Luft auf ein Hindernis, wie ein Gebirge, steigt sie auf und kühlt dabei ab. Es bilden sich Wolken und das Wasser in der Luft fällt als Regen oder Schnee aus. Auf der windabgewandten Seite des Gebirges sinkt die nun trockene Luft ab und erwärmt sich wieder. Dieser Fallwind heißt Föhn oder Föhnwind und kann bis zu 150 km/h schnell werden.

Föhnwetterlage in den Alpen – Der Alpenföhn

In den Alpen tritt häufig eine Föhnwetterlage auf. Liegt ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, kommt es zu einem Druckgradienten zwischen der Alpennord- und Alpensüdseite. Es entsteht Wind, der gegen die Alpensüdseite drückt und als warmer Föhn durch die Alpentäler strömt. Südlich des Alpenhauptkamms kommt es zu Niederschlag und Wolkenbildung, während der warme Wind im Norden Sonnenschein und hohe Temperaturen bringt. Das ist der sogenannte Südföhn.

Drückt der Wind hingegen gegen die Alpennordseite, kommt es zum selteneren Nordföhn in den Alpen. 

Der Föhn in Wien – Woher weiß man, ob in Wien Föhn auftritt?

Auch in Wien können sich Föhnwinde durchsetzen. Besonders schnell werden dabei Winde aus West und Nordwest, da sie entlang der Donau bis zum Wiener Becken vordringen können. Ob es in Wien Föhn gibt, hängt von der Stärke des Druckgradienten ab. Je größer der Druckunterschied, desto stärker der Wind und damit der Föhn. Meist vergleicht man den Luftdruck im Nordburgenland mit jenem am Inn um die Föhnstärke in Wien abzuschätzen.

Föhnwetter in Wien lässt die Temperaturen steigen und auch im Winter bis zu 20°C möglich werden.

Artikel erschienen am    16. März 2021  | 

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