Eisheilige 2021Die Eisheiligen stehen vor der Tür (Foto: Pixabay, Katja Fuhlert)

Der Name „Eisheilige“ und seine Bedeutung

Die Eisheiligensind mehrere Namenstage von christlichen Heiligen im Mai: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Sie sind daher jedes Jahr am selben Datum. Als Eismänner bezeichnet man meist nur die mittleren 3. Die Bauernregeln mit den Eisheiligen gibt es seit dem Mittelalter: Kaltlufteinbrüche, die Frost mit sich bringen, sind in Mitteleuropa nach Mitte Mai unwahrscheinlich. Die Bauern beobachteten dies und richteten sich danach: Ausgesät wurde erst nach der letzten Eisheiligen, der ‚Kalten Sophie‘ am 15.Mai.

Welches Wetter bringen die Eisheiligen?

„Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist!“ ist hoher Sicherheit auch dieses Jahr zutreffend. Eine Kaltfront zieht Richtung Österreich und bringt pünktlich zu den Eisheiligen auch 2021 einen Temperatursturz und Regen. Auch Bodenfrost ist noch möglich, wenn die stark ausgeprägte Kaltfront voraussichtlich Dienstagnacht über Wien zieht.

Warum trifft die Bauernregel der Eisheiligen (oft) zu?

Im Mai nimmt die Sonneneinstrahlung deutlich zu und das Wasser des Atlantiks erwärmt sich nicht so schnell wie das europäische Festland. Dadurch können sich mächtige Tiefdruckgebiete bilden und die zugehörigen Frontsysteme ziehen Richtung Europa. Sie bringen kalte, feuchte Luft vom Atlantik mit sich und damit Maifröste. Weil die Sonneneinstrahlung genau in diesem Zeitfenster so stark zunimmt, fällt meist eine stark ausgeprägte Kaltfront auf Mitte Mai.

Artikel erschienen am    11. Mai 2021  | 

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