Sonnenuntergang im April 2018 © wetter-wien.wien
Nach einem trüben und kühlen März brachte der April 2018 einen Rekord-Frühling. Nur ein einziges Mal war es in der 251-jährigen Messgeschichte Österreichs wärmer, wie die Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) berichtet – im Jahr 1800 lagen die Temperaturen 5,7 °C über dem Mittel. Der April 2018 reiht sich nun mit einem Plus von 4,6 °C im österreichweiten Mittel direkt dahinter auf Platz zwei der Rangliste ein. Deutlich übertroffen wurde auch der bisher wärmste April des 21. Jahrhunderts aus dem Jahr 2007, der es auf plus 3,3 °C gebracht hatte.

Gründe für den Rekord-Frühling

Grund für die außergewöhnliche milde Witterung waren eine Reihe von stabilen, warmen Hochdruck-Wetterlagen (Stichwort: Südströmung und Saharastaub) und kaum Kaltlufteinbrüche. Neben den hohen Temperaturen war auch die Anzahl der Sommertage (Tageshöchsttemperatur über 25 °C) ungewöhnlich, so die ZAMG. In Wien traten im April 2018 10 Sommertage auf – der bisherige Höchstwert stammt aus dem April 1962 mit insgesamt 8 Tagen.

Temperatur
Mit einer Höchsttemperatur von 30 °C am 20. April teilen sich die Wiener Innenstadt und die Stadt Salzburg Platz eins in der österreichweiten Monatsrangliste. Unangefochten auf Platz eins liegt die Wiener Innenstadt dagegen bei der durchschnittlichen Lufttemperatur im April: mit 16,9 °C war es 4,9 °C wärmer als im 30-jährigen Schnitt der Jahre 1981-2010.

Wenig Regen, viel Sonne
Der April brachte auch deutlich weniger Regen als gewöhnlich. Mit einer Niederschlagsabweichung von -72% war Wien das trockenste Bundesland Österreichs. Dafür gab es 240 Sonnenstunden (20% mehr als im langjährigen Schnitt).

Links zum Thema:
Wetterrückblick 2017: Jahres-Bilanz
Winter-Bilanz 2017/18: So war der Winter in Wien
April 2018: Österreich-Bilanz der Zentralanstalt für Meteorologie
Aktuelle Wetterprognose für Wien

Artikel erschienen am    29. April 2018  | 

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