Die totale Mondfinsternis: Der Mond befindet sich im Kernschatten der Erde und wird vollkommen abgedecktDie totale Mondfinsternis: Der Mond befindet sich im Kernschatten der Erde und wird vollkommen abgedeckt

Mondfinsternis in Wien

Das Prinzip einer Mondfinsternis ist ähnlich dem einer Sonnenfinsternis. Das Sonnenlicht wird von einem Himmelskörper blockiert und der andere verschwindet im Schatten. In diesem Fall tauschen Mond und Erde die Plätze, was bedeutet, dass die Reihenfolge, welche zu einer Mondfinsternis führt Sonne, Erde und Mond lautet. Für Hobbyastronomen: Dies ist dieselbe Konstellation wie bei Vollmond, auch hier müssen die drei Protagonisten in dieser Reihenfolge vorliegen. Bei einer Mondfinsternis befinden sich Sonne, Erde und Mond – wie bei der Sonnenfinsternis – auf einer gedachten Linie.

Eine weitere Ähnlichkeit zwischen Sonnen- und Mondfinsternis zeigt sich in der Benennung der unterschiedlichen Arten:
  • Die totale Mondfinsternis: Der Mond befindet sich im Kernschatten der Erde und wird vollkommen abgedeckt. Durch die Atmosphäre wird das Sonnenlicht aber gebrochen und der Mond erscheint rot. Der sogenannte Blutmond wird sichtbar.
  • Eine partielle Mondfinsternis: Nur ein Teil des Mondes wird von der Erde abgeschattet. Anders als bei der Sonnenfinsternis braucht man zum Beobachten keine eigene Schutzbrille, außerdem finden Mondfinsternisse häufiger statt. Anbei eine Auswahl, mit Fokus auf Österreich und Wien:
Datum Art Dauer Ort (Auswahl)
07. Aug 17 Partiell 01h 55m Europa, Afrika, Asien, Australien
27. Jul 18 Total 01h 43m Südamerika, Europa, Afrika, Asien, Australien
21. Jan 19 Total 01h 02m Zentralpazifik, Nord- und Südamerika, Europa, Afrika
16. Mai 22 Total 01h 25m Nord- und Südamerika, Europa, Afrika
Die Mondfinsternis am Freitag dem 27.Juli 2018 ist die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts, außerdem befindet sich der Mars so nahe an der Erde, wie es nur alle 15 bis 17 Jahre vorkommt (siehe Perihel-Opposition).

Sonnenfinsternis in Wien

Die Erde kreist um die Sonne und um die Erde bewegt sich der Mond. Diese kosmische Konstellation ist vielen noch aus der Schule bekannt. Doch wie kommt es nun zu einer Sonnenfinsternis, manchmal auch als Eklipse bezeichnet? Dafür müssen sich Sonne, Mond und Erde in eben dieser Reihenfolge befinden. Hobbyastronomen sollte diese Abfolge der Himmelskörper bekannt vorkommen, denn sie entspricht den Verhältnissen, welche auch bei Neumond auftreten. Da bekannterweise nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis auftritt, muss auch der direkte Weg zwischen Sonne und Erde betrachtet werden.

Stellt man sich eine direkte Linie, welche sich von der Erde bis zur Sonne erstreckt, vor, muss der Mond auf dieser Linie sein, um eine Sonnenfinsternis auszulösen. Tritt das nicht ein. – der Mond ist aber noch immer zwischen Erde und Sonne, aber eben nach „oben“ oder „unten“ verschoben – findet ein normales Neumond-Ereignis statt. Wird das Sonnenlicht nun auf seinem Weg von der Sonne zur Erde vom Mond aufgehalten, wirft das einen Schatten auf die Erdoberfläche. Dieser Schatten wird auf der Erde als Sonnenfinsternis wahrgenommen. Prinzipiell unterscheidet man zwischen drei Arte einer Sonnenfinsternis:

  • Die totale Sonnenfinsternis: Hier verdeckt der Mond die Sonne komplett. Der dabei auftretende Schatten wird als Kernschatten bezeichnet.
  • Die partielle Sonnenfinsternis: Die Sonne wird nur teilweise (partiell) abgedeckt. Man spricht von einem Halbschatten, in dem sich die Erde befindet.
  • Die ringförmige Sonnenfinsternis: Der Abstand zwischen Mond und Erde ist genau so, dass trotz totalen Sonnenfinsternis Verhältnissen, ein Keis mit Sonnenlicht außerhalb des Mondes zu sehen ist.
Egal welche dieser drei Arten auftritt, der Schutz der Augen muss mit einer dementsprechenden Brille gewährleistet werden. Die letzte totale Sonnenfinsternis fand in Österreich am Mittwoch dem 11.August 1999 statt. Im Kernschatten dauerte diese circa zweieinhalb Minuten. Wien war damals im Halbschatten und erlebte eine partielle Sonnenfinsternis. Unterhalb, eine Auflistung ausgewählter Sonnenfinsternissen des 21. Jahrhundert:

Datum Art Dauer Ort (Auswahl)
21. Aug 17 Total 02m 40s Nordpazifik, USA, Nordatlantik
02. Aug 27 Total 06m 23s Südküste Spaniens, Gibraltar, Nordküste Afrikas
13. Jul 75 Ringförmig 04m 45s Nordöstliches Spanien, Südfrankreich, Italien, südöstliches Österreich
03. Sep 81 Total 05m 33s Frankreich, Schweiz, Süddeutschland, Österreich, Slowenien,
27. Feb 82 Ringförmig 08m 12s Iberische Halbinsel, Südfrankreich, Italien, Süddeutschland, Österreich

Artikel erschienen am    19. Juli 2018  | 

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