Schnee; Foto: wetter-wien.wienSchnee; Foto: wetter-wien.wien
Schnee ist Niederschlag in fester Form. In kalter Luft gefrieren Wassertropfen zu Eiskristallen. Eine Schneeflocke besteht aus mehreren miteinander verbundenen Eiskristallen und ist immer sechseckig.Von Schneefall spricht man, wenn die Flocken den Boden erreichen. Da kalte Luft weniger Feuchtigkeit enthält, fallen die größten Schneeflocken bei einer Temperatur von etwa 0 Grad Celsius.

Wie kann man abschätzen, wie viel Schnee (in Zentimeter) fallen wird? Meist entspricht 1 Liter (=1mm) Niederschlag pro Quadratmeter einem Zentimeter Neuschnee. Ist es also kalt genug für Schneefall und in der Wetterprognose sind 5 Liter (=5mm) Niederschlag angegeben, dann kann man sich auf 5 Zentimeter Neuschnee einstellen.

Was ist die Schneefallgrenze?

Damit ist eine Höhe über dem Meeresspiegel gemeint, bis zu der herab es schneit. Eine Schneefallgrenze von 800 Meter bedeutet beispielsweise, dass darüber Schnee fällt, während es darunter zu warm ist, die Wassertropfen nicht gefrieren und es daher nur regnet. Schneefallgrenzen sind aber nur bis zu einer Genauigkeit von +/- 150 Meter vorherzusagen. In unserem Beispiel wäre es also gut möglich, dass es bis auf 950 Meter Seehöhe regnet bzw. bis auf 650 Meter herab schneit.

Warum ist Schnee weiß?

Schnee besteht aus einzelnen Eiskristallen, die Licht reflektieren. Dazu kommt, dass zwischen den Kristallen das einfallende Licht auch gebrochen – und erneut reflektiert wird. Die Kombination aus reflektiertem und gebrochenem Licht sorgt dafür, dass fast das gesamte Licht wieder zurückkommt. Weil Sonnenlicht den gesamten Spektralbereich umfasst und damit weiß erscheint, wirft der Schnee dieses weiße Licht zurück. Das Rückstrahlvermögen einer nicht spiegelnden Oberfläche nennt man Albedo – bei frisch gefallenem und noch nicht verunreinigtem Schnee beträgt der Albedo-Wert 0,95. Eine frische Schneedecke reflektiert also 95 Prozent der einfallenden Strahlung.

Wann bleibt Schnee liegen?

Die Frage, die sich Radler, Autofahrer, Fußgänger und vor allem die Winterdienste immer wieder stellen: Bleibt der Schnee liegen? Eine Schneedecke kann sich dann bilden, wenn der Boden kalt genug ist. Ist der Boden also kälter als 0 Grad, schmelzen die Flocken nicht weg, bleiben also liegen – eine Schneedecke ist die Folge. Was geschieht, wenn der Boden wärmer als 0 Grad ist? In diesem Fall wird der Schnee durch die höhere Temperatur geschmolzen. Weil dieser Vorgang dem Boden aber Energie (und damit Wärme) entzieht, kühlt der Boden nach und nach ab. Wenn Werte unter 0 Grad erreicht sind, bleibt der Schnee wieder liegen. Streusalz auf den Straßen verschiebt die Grenze, ab der sich eine Schneedecke bildet auf bis zu -16°C. Auf der sicheren Seite darf man sich bei Lufttemperaturen von über 5 Grad sehen; die Flocken haben keine Chance – nur ein paar erreichen den Boden und können diesen kaum abkühlen.

Wie viel Schnee fällt in Wien?

  • Schneestatistik von 1954-2016 in Wien
    Seit 1954 gab es in Wien in jedem Winter Neuschnee, wie statistische Daten der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) zeigen. Die Schneemengen variieren erheblich: 1969 wurden 227 Zentimeter Neuschnee verzeichnet, 2013 nur ganze 2 Zentimeter. Im Winter 2016/17 fielen in Wien 27 Zentimeter Neuschnee.

    Artikel erschienen am    25. Dezember 2017  | 

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