Hitzewelle in Wien - Schnappschuss aus dem Ottakringer Bad © wetter-wien.wienHitzewelle in Wien - Schnappschuss aus dem Ottakringer Bad
Der Sommer 2018 bricht in Wien Rekorde. Bereits jetzt steht fest: Eine längere Hitzewelle wie heuer gab es in Wien noch nie (zumindest nicht in der Messgeschichte), teilte die Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) mit.

Definiert wird eine Hitzewelle nach der Methode des tschechischen Meteorologen Jan Kysely. Nach Kysely ist eine Hitzewelle eine Serie von zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen über 30°C, die von Tagen zwischen 25 und 30°C unterbrochen werden können, solange die mittlere Maximaltemperatur in der gesamten Periode größer 30°C bleibt.

Rekord-Hitzewelle

Wie eine Auswertung der ZAMG mit der Kysely-Methode zeigte, dass in Wien der Rekord für die längste durchgehende Hitzewelle heuer bereits gebrochen wurde. An der Wetterstation Wien Hohe Warte erreichte die Hitzewelle am Mittwoch den 31. Tag und damit einen neuen Rekord (alter Rekord 29 Tage im Jahr 2003).

40 Hitzetage (Höchsttemperatur über 30°C) verzeichnete die Wiener Innenstadt heuer bisher (22.8.). Das sind knapp doppelt so viele wie im langjährigen Mittelwert der Jahre 1981-2010 – dieser liegt bei 21. Der Allzeit-Rekord liegt bei 46 Hitzetagen und stammt aus dem Jahr 2015.

Auch bei den Sommertagen (Höchstwerte über 25°C) zeigt sich, dass 2018 ein Rekordjahr werden könnte. In der Wiener Innenstadt gab es heuer bereits 97 Sommertage (Stand 22.8.). Der langjährige Mittelwert liegt bei 72 Sommertagen, der Allzeit-Rekord bei 106 (2003).

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Artikel erschienen am    22. August 2018  | 

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