Perseiden Meteor aus dem Jahr 2009. Aufgenommen von Andres Möller (http://www.high-iso.de)Perseiden Meteor aus dem Jahr 2009. Aufgenommen von Andres Möller (http://www.high-iso.de)

Das Maximum der Perseiden ist in der Nacht von 12. auf 13. August. In dieser Nacht können theoretisch bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde gesehen werden. Dieser Wert ist allerdings an perfekte Bedingungen geknüpft, welche kaum vorzufinden sind. Neben dem Wetter spielt nämlich die Lichtverschmutzung eine große Rolle. Gerade größere Städte wie Wien strahlen in der Nacht extrem viel Licht in den Nachthimmel und verhindern so Beobachtungen von nicht so hellen Himmelskörpern. Je weiter große Orte also entfernt sind, desto besser können Sternschnuppen beobachtet werden. Realistische ZHR-Werte (ZHR steht für Zenithal Hourly Rate und gibt die Anzahl an Sternschnuppen pro Stunde an) liegen zwischen 50 und 70, was noch immer ungefähr einer Sternschnuppe pro Minute entspricht.

Auslöser der Perseiden: 109P/Swift-Tuttle

Der Grund für diesen jährlichen Meteorschauer geht auf den Kometen mit dem, zugegebenermaßen etwas schwer eingänglichen, Namen „109P/Swift-Tuttle“ zurück. Ihn entdeckten 1862 gleich zwei Astronomen unabhängig voneinander (Lewis A. Swift und Horace Pamell Tuttle). Er umkreist unsere Sonne in einem Zeitraum von nur 133 Tagen und weist einen mittleren Durchmesser von rund 26 km auf.

Bei seiner Reise durchs All verliert der Komet kontinuierlich Masse in Form von Staub, welcher dann in der Nähe seiner Umlaufbahn zurückbleibt. Durchquert die Erde diesen Staubgürtel treffen einige dieser Teilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre. Durch die immer dichter werdende Luft und die somit entstehende Reibung steigt die Temperatur sehr hoch, und das Staubpartikel verglüht. Von der Erde aus nehmen wir diesen Prozess als Sternschnuppe war. In der Regel ein Effekt der ungefähr 1 Sekunde andauert und nur in etwa knapp über 100 km über unseren Köpfen passiert.

Genau genommen ist das Verglühen nur einer von 2 Effekten der zum Leuchten der Sternschnuppe führt. Hinter dem Staubteilchen bildet sich nämlich eine Plasmaspur, welche bei der Rekombination der Elektronen die Leuchtspur erzeugt. Eine ausführliche Erklärung dieses zweiten Effekts würde jedoch den Rahmen dieses Artikels bei Weitem sprengen.

Die Wetterprognose zur Beobachtung

Gleich vorweg die schlechte Nachricht: Das Jahr 2019 ist wohl nicht das perfekte um die Perseiden in ihrem Maximum zu beobachten. Denn neben der Lichtverschmutzung durch die Großstadt kommt auch Lichtverschmutzung durch den Mond hinzu. Er geht um rund 18:40 am 12. August auf und um ungefähr 03:20 am 13. August unter. Da bald Vollmond ist leuchtet er sehr hell, was eine Beobachtung der Perseiden erschwert.

Leider werden aus heutiger Sicht (10.08) auch die Wetterbedingungen nicht optimal sein, denn es zieht in der Nacht von Montag auf Dienstag eine Kaltfront über Österreich hinweg. Ein nur gering bewölkter Abendhimmel zieht durch diese Front voraussichtlich bereits in der ersten Nachthälfte zu.

Gibt es trotzdem Chancen Sternschnuppen zu sehen?

Ja! Denn die Nacht von 12. auf 13. August stellt nur das Maximum der Perseiden dar. Generell können sie zwischen 17. Juli und 24. August gesehen werden. Allerdings kann in diesen Nächten mit keiner vergleichbaren ZHR gerechnet werden.

Artikel erschienen am    10. August 2019  | 

Schreibe einen Kommentar