Das Resultat der letzten Wochen: Ausgetrockneter Waldboden macht das Leben für Fauna und Flora schwer.Das Resultat der letzten Wochen: Ausgetrockneter Waldboden macht das Leben für Fauna und Flora schwer.

Wie bereits in einem der letzten Artikel beschreiben, leidet vor allem der Osten Österreichs seit Wochen unter enormer Trockenheit. Durch die sehr hohe Waldbrandgefahr ist bei Ausflügen besondere Vorsicht geboten.

Der Niederschlag des vergangenen Freitags wurde viele Wochen herbeigesehnt. Eine nahezu stationäre Luftmassengrenze brachte dann schlussendlich auch erheblichere Regenmengen. An der Wetterstation Wien-Hohe Warte wurden zwischen Donnerstag (14.Mai) und Freitag (15.Mai) Abend 16 mm Niederschlag verifiziert. Das ist immerhin fast doppelt so viel, wie im ganzen April gefallen ist.

Doch auch diese 16 Liter pro Quadratmeter können die trockene Statistik der letzten Wochen nicht Normalisieren. Denn das Frühjahr 2020 steuert weiterhin darauf zu eines der trockensten der Messgeschichte zu werden.

Trockenheit im Frühjahr 2020 in Wien

Die folgende Karte der ZAMG zeigt die gefallene Niederschlagsmenge im Vergleich zur Periode zwischen 1981 und 2010. Brauntöne sprechen hierbei für auffallend wenig Regen, während blau markierte Bereich überdurchschnittlich feucht ausfielen.

Abweichung des Gesamtniederschlags im Frühling 2020 zum klimatologischen Mittel. Stand: 16.05, Quelle: ZAMG
Abweichung des Gesamtniederschlags im Frühling 2020 zum klimatologischen Mittel. Stand: 16.05, Quelle: ZAMG

Besonders auffällig ist der zu trockene Fleck im Osten Österreichs. Mit Stand 16.Mai 2020 fielen im bisherigen meteorologischen Frühling (Monate März, April und Mai) nur 57 mm Niederschlag an der Klimastation Wien-Hohe Warte. In dieser Periode normal wäre allerdings eine Menge von 130 mm. Bisher entspricht das also lediglich einer Regenmenge von 43,8 % im Vergleich zum klimatologischen Mittel.

Auswirkungen der Trockenheit

Wie bereits geschrieben steigt durch den fehlenden Niederschlag die Waldbrandgefahr enorm an. Doch die Trockenheit hat noch weitere Folgen. Bessert sich die Lage nicht bald wird die Landwirtschaft über erschreckende Ernteverluste klagen. Auch Bäume und andere Pflanzen können sich durch den Flüssigkeitsmangel nur beschränkt weiterentwickeln.

Schlechte Nachrichten auch für Allergiker, denn ohne Regen wird die Luft nie von den belastenden Pollen freigewaschen. Es ist somit eine sehr intensive Gräserpollensaison zu erwarten.

Artikel erschienen am    16. Mai 2020  | 

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