Schafskälte 2021

Was versteht man unter Schafskälte?

Vor allem bei Schäfern sind Kälteeinbrüche im Sommer gefürchtet: Geschorene Schafe können bei großen Temperaturstürzen sogar erfrieren. Bauern und Hirten warten mit dem Scheren daher den letzten großen Kaltlufteinbruch vor dem Hochsommer ab, die sogenannte Schafskälte. Lang bevor es die heutigen Wettermodelle gab, beobachtete man diese besondere Wetterlage meist zwischen dem 4. und 20. Juni.

In diesem Zeitraum nimmt die Sonneneinstrahlung besonders stark zu und Europa erwärmt sich schneller als der Atlantik. Ziehen nun vom Ozean her Luftmassen Richtung Osten, bringen sie weit kältere Temperaturen mit sich und oft auch Regen. Wenn sich das Meerwasser gegen Ende Juni jedoch schon stark erwärmt hat, nimmt die Wahrscheinlichkeit für diese Kälteeinbrüche in Mitteleuropa stark ab.

Schafskälte 2021: Prognose für das Wetter in Österreich?

Derzeitige Prognosen sehen eine milde Schafskälte. Der Mai 2021 ist im Vergleich bereits zu kalt und sorgt dafür, dass der Temperaturunterschied zwischen dem europäischen Festland und dem Atlantik kleiner ist als gewöhnlich. Für Österreich sehen die meisten Wettermodelle am Wochenende rund um den 11. Juni nur eine Temperaturänderung. Fröste und Schnee, wie etwa bei einer besonders starken Schafskälte 2005, erwarten uns dieses Jahr also nicht. Mit Niederschlag ist allerdings trotzdem zu rechnen.

Schafskälte Karte 2021


Karte des europäischen Vorhersagemodells ECMWF: blaue Bereiche stehen für im Mittel zu kalte, rote für zu warme Temperaturen in der 2. Juniwoche. Österreich scheint dieses jahr von einem Kälteeinbruch verschont zu bleiben. Quelle

Artikel erschienen am    28. Mai 2021  | 

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