Wien: Votivkirche verschwindet im Nebel; Foto: wetter-wien.wienWien: Votivkirche verschwindet im Nebel; Foto: wetter-wien.wien
Als Nebel bezeichnet man bodennah kondensierten Wasserdampf – also einfach Wolken in Bodennähe, die die Sicht beeinträchtigen. Sinkt die Sichtweite unter einen Kilometer, nennt man diese Wolken Nebel.

Entstehung von Nebel

Kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit als warme Luft. Wenn bodennahe Luft am Abend abkühlt, steigt warme Luft auf. Die in der aufsteigenden warmen Luft enthaltene Feuchtigkeit dockt an kleine Schwebepartikel, die sich in der Luft befinden, an. Diese kleinen Aerosolpartikel werden mit Feuchtigkeit umhüllt und hochgetragen – es kommt zur Kondensation. So bilden sich viele kleine Tröpfchen und es kommt in der Folge  zu einer Wolkenbildung, die Nebel genannt wird.

Warum bildet sich Nebel vorzugsweise im Herbst und Winter?

Damit dieses Phänomen überhaupt entstehen kann, muss die Luft bis unter den Taupunkt abkühlen. Der Taupunkt ist jene Temperatur, ab der Luft keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann, also mit Wasserdampf gesättigt ist und eine relative Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent erreicht.

In unseren Breiten wird der Boden im Herbst und im Winter durch die Sonne nicht mehr stark erwärmt. Der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ist schräger als im Sommer, die Tage sind kürzer. In den langen Nächten – besonders, wenn diese sternenklar sind – kühlt die bodennahe Luftschicht stark ab. So stark, dass sie Wasserdampf abgeben muss.

Artikel erschienen am    23. November 2017  | 

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