Lyriden-Meteore, aufgenommen von der ISS über dem Golf von Mexiko; Foto: NASA, Public DomainLyriden-Meteore, aufgenommen von der ISS über dem Golf von Mexiko; Foto: NASA, Public Domain
Die langsam zu Ende gehende Hochdrucklage über Mitteleuropa sorgt für klare Nächte, damit werden die Lyriden von Österreich (auch von Wien) aus gut sichtbar sein. In der Nacht von Sonntag auf Montag erreichen sie ihr Maximum, damit werden bei optimalen Bedingungen (kein Mond-, kein Streulicht) bis zu 16 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein. Die beste Zeit für Beobachtungen ist am Montag vor der Morgendämmerung, zwischen 3 und 5 Uhr früh.

Im Großraum Wien wird man weniger Sternschnuppen sehen, hier wirkt sich die Lichtverschmutzung aus. Nur sehr hell verglühende Meteore machen sich hier bemerkbar – etwa 3 bis 4 pro Stunde.

Wo kommen die Lyriden her?
Die Partikel stammen vom Kometen „Thatcher“. Dieser umrundet in 415 Jahren die Sonne auf einer Umlaufbahn. Kreuzt die Erde „Thatchers“ Bahn, landen die Partikel in der Erdatmosphäre und verglühen.

Warum heißen die Lyriden dann Lyriden und nicht „Thatchers“? Sternschnuppen bzw. Meteorströme erhalten ihren Namen vom Sternbild, aus dem sie zu kommen scheinen. Vom Standpunkt eines Betrachters auf der Erdoberfläche entsteht perspektivisch der Eindruck, als würden die Sternschnuppen von einem Punkt kommen. In diesem Fall sieht es so aus, als ob das Sternbild der Laute dahinter wäre.

Was sind Sternschnuppen?
Sternschnuppen oder Meteore sind Staubteilchen aus der Bahn eines Kometen – also praktisch kleine Teile des Kometen selbst, die dieser auf seiner Umlaufbahn um die Sonne verliert. Wenn die Erde die Bahn eines solchen Kometen kreuzt, verglühen diese Teilchen in der obersten Schicht der Atmosphäre und erzeugen so ihre charakteristische Leuchtspur.

Mehr zu den Lyriden finden Sie auf der Webseite der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie.

Artikel erschienen am    21. April 2018  | 

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