Der Luftdruck bezeichnet das Gewicht der Luftsäule über einem bestimmten Ort am Erdboden. Er wird in Hektopascal (hPa) gemessen und beträgt im Mittel einer Standardatmosphäre 1.013,25 hPa. Am höchsten ist der Druck der Luft auf Meereshöhe, weil dort die höchste Luftsäule auf dem Boden lastet. Je höher man kommt, desto geringer wird dieser Druck – weil ein Teil der Luftsäule ja bereits unter einem liegt.

Ein idealisiertes Beispiel: Auf Meereshöhe am Strand des italienischen Badeortes Grado herrscht ein Druck von 1.013 hPa, in Wien (Seehöhe rund 200 Meter) ein Druck von 987 hPa, am Großglockner (3.798 Meter Seehöhe) 623 hPa.

Relativer Luftdruck

Es gibt also einen Druck in der Luft, überall und immer messbar. Da der absolute Luftdruck aber eher das Gelände am Boden abbildet als das Geschehen darüber, hat man sich darauf geeinigt, für Wetterkarten einen relativen Wert zu verwenden, der die Meereshöhe als Referenzpunkt hat.

Historische Tiefwerte

Der relative Druck der Luft bewegt sich in einem ziemlich engen Rahmen: Der historische Tiefstwert liegt bei 870 hPa, gemessen im Taifun Tip über dem Pazifik im Jahr 1979. Der historische Höchstwert von 1.083,8 hPa wurde 1968 in Sibirien verzeichnet. So wirkt Luftdruck auf das Wetter Für das Wetter ist der Luftdruck von zentraler Bedeutung, weil die Wechselwirkungen zwischen Regionen hohen Drucks (Hochdruckgebiet) und tiefen Drucks (Tiefdruckgebiet) im großen Maßstab Wind und Wetterlage bestimmen.

Artikel erschienen am    23. November 2018  | 

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