Wien: Votivkirche verschwindet im Nebel; Foto: wetter-wien.wienWien: Votivkirche verschwindet im Nebel; Foto: wetter-wien.wien

Wien im Mittel um 1.4 °C zu warm

Bis zum 15. November lag jeder Tag über dem langjährigen Durchschnitt von 1981 bis 2010. Wäre auch die zweite Monatshälfte weiter so verlaufen, würde die Abweichung vom Mittel mindestens doppelt so groß sein. Die zwei kontinentalen Kaltlufteinschübe der letzten Wochen senkten den Mittelwert jedoch auf 6.9 °C in Richtung des klimatologischen Mittels von 5.5 °C. Folgende Abbildung zeigt den Verlauf der Tagesdurchschnittstemperatur an der Station Wien-Hohe Warte. Zu warme Tage sind mit roten, zu kalte Tage mit blauen Balken markiert.

Tagesdurchschnittstemperatur an der Station Wien-Hohe Warte in Wien - Grafik © ZAMG

Der wärmste Tag in Wien war der 1.November, wo ein Tageshöchstwert von 18.7 °C an der Messstation Wien-Innere Stadt verifiziert wurde. Der Temperaturtiefstwert wurde in der Nacht auf 29.November in Mariabrunn mit -8.5 °C gemessen.

Österreichweit gesehen war Wien noch einer jener Orte, die näher am klimatologischen Mittel lagen. Gesamt betrachtet war der November um 2.2 °C zu warm.

Der Westen Österreichs viel zu trocken

Der Gesamtniederschlag in Wien lag mit 50 mm sehr nahe am langjährigen Mittel von 52 mm. Dieser Niederschlag war allerdings sehr ungleichmäßig verteilt, da der Großteil erst nach dem 24.November fiel.

Negativ ist vor allem der Westen Österreichs aufgefallen. In Innsbruck sind im gesamten Monat gerade einmal 6 mm Niederschlag gefallen. In den westlichen Bundesländern war es einer der 5 trockensten November seit 160 Jahren.

Niederschlag im November 2018 in Österreich; Grafik © ZAMG

Diese Abbildung zeigt die österreichweite Abweichung des Monatsniederschlages. Weiß markierte Flächen, wie sie über Wien zu finden sind, sprechen für Niederschlagsmengen die dem klimatologischen Mittel entsprechen. Die dunkleren Farben im Westen Österreichs repräsentieren extreme Trockenheit. Die einzelnen Flächen mit Grünstich im Osten markieren Gebiete, in denen es sogar mehr Niederschlag als im klimatologischen Mittel gab.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der November in ganz Österreich deutlich zu warm war. Während im Westen das letzte Monat viel zu trocken verlief, entsprach zumindest der Gesamtniederschlag im Osten dem klimatologischen Mittel.

Artikel erschienen am    3. Dezember 2018  | 

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