Österreichweite Temperaturabweichung des März 2019 im Vergleich mit der Periode von 1981 bis 2010; Quelle: ZAMGÖsterreichweite Temperaturabweichung des März 2019 im Vergleich mit der Periode von 1981 bis 2010; Quelle: ZAMG

Im österreichweiten Mittel lag der März 2019 um + 2,4 °C über der Klimatologie von 1981 bis 2010. Obwohl dieser Wert auf den ersten Blick enorm hoch wirkt ist es kein neuer Temperaturrekord für den ersten Frühlingsmonat. Der wärmste März der Messgeschichte war nämlich im Jahr 2017, wo eine Temperaturabweichung von + 3,5 °C gemessen wurde.

Wien-Hohe Warte: + 3,3 °C

An der Messstation Wien-Hohe Warte wurde eine Monatsmitteltemperatur von 9,7 °C gemessen. Das klimatologische Mittel im Zeitraum von 1981 bis 2010 liegt für diese Wetterstation bei 6,4 °C. Auffällig ist hierbei, dass lediglich 4 Tage verhältnismäßig kühler ausfielen. Verantwortlich hierfür waren sehr sonnige und anhaltende Hochdruckwetterlagen. Der Sonnenmesser der ZAMG meldete im gesamten März 179 Stunden Sonnenschein.

Temperaturverlauf des März 2019 an der Station Wien Hohe Warte; Quelle: ZAMG
Temperaturverlauf des März 2019 an der Station Wien Hohe Warte; Quelle: ZAMG

Die höchste Temperatur von 23,1 °C in Wien wurde am 28 des Monats in Mariabrunn gemessen. Dies ist eher untypisch, da die Station Wien-Innere Stadt durch den Wärmeinseleffekt prädestiniert für Temperaturmaxima in Wien ist. Der Temperaturtiefstwert fand nur einen Tag früher, am 27.März, mit – 2,9 °C ebenfalls in Mariabrunn statt.

Österreichweit lag die Höchsttemperatur in Bischofshofen am 31.März bei 26,1 °C. Dies entspricht per Definition einem Sommertag, da das Temperaturmaximum den Wert von 25 °C übersteigt.

Niederschlag blieb in Steiermark aus

Der Niederschlag in Wien lag mit 53 mm ziemlich genau im klimatologischen Mittel. Ungefähr die Hälfte dieser Regenmenge fiel durch ein Frontensystem ausgelöst zur Mitte des Monats.

Österreichweite Niederschlagsverteilung des März 2019 im Vergleich mit der Periode von 1981 bis 2010; Quelle: ZAMG
Österreichweite Niederschlagsverteilung des März 2019 im Vergleich mit der Periode von 1981 bis 2010; Quelle: ZAMG

Enorm trocken blieb es allerdings im südsteirischen Deutschlandsberg, wo im gesamten Monat nur 1 mm Niederschlag fiel. Diese Region leidet allerdings schon länger unter einer sehr trockenen Periode. An der Wetterstation Graz-Universität fielen im gesamten bisherigen Jahr 2019 lediglich 25 mm Niederschlag. Für die in der Umgebung ansässigen Bauern kann dies zu erheblichen Ernteausfällen führen.

Die wärmsten 12 Monate der Messgeschichte

Zum Jahreswechsel haben wir bereits berichtet, dass 2018 das wärmste Jahr seit dem Messbeginn vor 252 Jahren war. Der letzte klimatologisch gesehen zu kalte Monat war der März 2018. Seither lagen alle Monate über dem Mittel von 1981 bis 2010. Von April 2018 bis März 2019 ergibt sich so eine Temperaturabweichung von + 2,2 °C. Im Vergleich mit der Periode von 1961 bis 1990 ist die Erwärmung noch deutlicher zu sehen: + 2,9 °C Unterschied.

Zu den Übersichten einiger dieser Monate geht es hier:

Artikel erschienen am    3. April 2019  | 

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