Temperaturabweichung zum 30 jährigen Mittel zwischen 1981 und 2010, Quelle: ZAMGTemperaturabweichung zum 30 jährigen Mittel zwischen 1981 und 2010, Quelle: ZAMG

Bundesweit lag die Durchschnittstemperatur um + 1,3 °C über dem 30-jährigen klimatologischen Mittel von 1981 bis 2010. Das Maximum mit + 2,4 °C ist in Oberösterreich anzutreffen.

Wien-Hohe Warte: + 1,4 °C

Absolut betrug die durchschnittliche Temperatur im Monat April an der Wiener Klimastation Hohe Warte 12,6 °C. Aus den Jahren 1981 – 2010 liegt der Referenzwert bei 11,2 °C, was eine Abweichung um + 1,4 °C ergibt. Zu einem großen Teil dafür verantwortlich war die außergewöhnlich warme und sonnige Osterzeit. Nach dem 25. April waren auch die ersten 2 offiziellen Sommertage des Jahres 2019 in Wien zu finden. Ein Tief bescherte uns einen niederschlagsreichen und sehr kühlen Monatsausklang, was der Temperaturverlauf von der Messstation Wien-Hohe Warte verdeutlicht.

Tagesdurchschnittstemperaturen an der Station Wien-Hohe Warte im April 2019; Quelle: ZAMG
Tagesdurchschnittstemperaturen an der Station Wien-Hohe Warte im April 2019; Quelle: ZAMG

Das Temperaturmaximum wurde am 26. April mit 28,2 °C am Westrand Wiens an der Messstation Mariabrunn verifiziert, wo auch zehn Tage zuvor der Tiefstwert von – 2,1 °C gemessen wurde.

Große Trockenheit im Norden und Osten Österreichs

Bis zum 28. April fiel kaum Niederschlag in Wien. Trotz der regenreichen letzten Tage lag der absolute Niederschlagswert mit 27 mm deutlich unter dem langjährigen Mittel von 46 mm. Mit dieser Trockenheit geht wie so oft auch eine erhöhte Anzahl der Sonnenstunden einher. So waren an der Station Wien-Hohe Warte anstatt der durchschnittlichen 197 gleich 242 Sonnenstunden im gesamten April zu zählen.

Die Trockenheit betraf jedoch nicht nur den Nordosten Österreichs sondern fand ihr Maximum in Oberösterreich. Die dort ansässigen Bauern müssen bereits jetzt mit erheblichen Ernteausfällen durch den fehlenden Niederschlag rechnen. An der Station Ried im Innkreis waren bis zum 28. April nur ungefähr 5 mm Regen im bisherigen Monat gefallen. Auch wenn die letzten April- und ersten Maitage teilweise schon zu Überflutungen aufgrund der intensive Niederschläge geführt haben, und der Gesamtniederschlag im Jahresdurchschnitt wieder ungefähr passen mag, sind solch lange Trockenzeit für die Natur nur schwer zu ertragen. Die folgende Karte zeigt die österreichweite Verteilung des Niederschlages.

Niederschlagsverteilung über Österreich im April 2019 in % des klimatoligschen Mittels; Quelle: ZAMG
Niederschlagsverteilung über Österreich im April 2019 in % des klimatoligschen Mittels; Quelle: ZAMG

13 Monate in Folge zu warm

Der April 2019 ist der dreizehnte Monat in Folge, welcher österreichweit über dem klimatologischen Mittel der Temperatur liegt. Dies ist die längste zu warme Periode seit Anbeginn der meteorologischen Messungen vor über 250 Jahren. Rückblicke auf die letzten Monate sind hier nachzulesen:

Artikel erschienen am    3. Mai 2019  | 

Schreibe einen Kommentar