Hurrikan Oma vor der Australischen Ostküste am 20. Februar 2019; Quelle: NASA

Ein Hurrikan Ende Februar klingt für uns sehr ungewöhnlich. Hierzulande gelangen diese besonders ausgeprägten Zyklonen meistens im Sommer und Herbst in die Nachrichten. Zu diesem Zeitpunkt bilden sie sich im Atlantik und ziehen anschließend weiter in Richtung Nordamerika, wo regelmäßig erhebliche Schäden durch Hurrikans zu verzeichnen sind. Auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten zu den unsrigen jedoch verschoben, und so ist die Hurrikansaison dort in unserem Winter und Frühling.

Wie entsteht ein Hurrikan?

Ein Hurrikan entsteht aus einem gewöhnlichen Tiefdruckgebiet über dem Meer. Um sich derart stark zu intensivieren müssen zusätzlich über einen größeren Bereich folgende Bedingungen herrschen:

  • Die Oberflächentemperatur des Wassers muss mindestens 26,5 °C betragen.
  • Der Wind darf keine starke Veränderung mit der Höhe erfahren.
  • Es muss ein gewisser Abstand zum Äquator herrschen, da erst ab 5° Breite (555 km nördlich oder südlich vom Äquator) die Corioliskraft groß genug ist um das Gebilde in Rotation zu versetzen.

Oma trifft auf Australien & Neuseeland

Aktuell befindet sich die Zyklone „Oma“, wie obigem Bild zu entnehmen ist, vor der Ostküste Australiens. In den nächsten Stunden und Tagen zieht der Hurrikan nach Südwesten in Richtung der Metropole Brisbane. Am 23. und 24. Februar trifft der Wirbelsturm dann auf Festland um dort sein über dem Pazifik gesammeltes Wasser auszulassen. Vom Australischen Festland abgelenkt dreht Oma anschließend Richtung Süden und wandert Richtung Neuseeland, wo ebenfalls Überflutungen und starke Sturmböen erwartet werden.

Nach der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala ist Oma ein Hurrikan der Kategorie 2. Hierbei kann es zu über 2 m hohen Flutwellen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h kommen. Insgesamt lassen sich auf dieser Skala 5 Kategorien finden.

Debbie, einer der stärksten Hurrikans der letzten Jahre (Kategorie 4) in Australien ereignete sich im März und April 2017. Es traten Windböen von bis zu 250 km/h auf, welche einen Schaden von über 1,3 Milliarden US-Dollar hinterließen. Vergleichbare Ausmaße werden diesmal glücklicherweise nicht erwartet.

Artikel erschienen am    20. Februar 2019  | 

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