Böse Überraschung: Der Sonnenbrand nach gemachter Gartenarbeit; Quelle: Kelly Sue DeConnick @ flickr / CC by-sa 2.0Böse Überraschung: Der Sonnenbrand nach gemachter Gartenarbeit; Quelle: Kelly Sue DeConnick @ flickr / CC by-sa 2.0

Egal ob beim Sonnenbaden im Freibad, beim Bootfahren auf der alten Donau oder bei der Gartenarbeit: Sind wir in diesen Tagen der Sonne ausgesetzt, so ist es enorm wichtig auf den richtigen Schutz aufzupassen. Das Risiko einen Sonnenbrand zu bekommen ist aktuell sehr groß. Vor allem folgende 2 Gründe sind hierfür verantwortlich.

Nahezu Sonnenhöchststand

Die Sonne hat zur Sonnenwende am 21. Juni ihren Höchststand erreicht. An diesem Tag scheint sie nicht nur am längsten, sondern steht auch am senkrechtesten über dem Erdboden. Vor und nach diesem Tag gehen die Sonnenstrahlen flacher durch die Atmosphäre, wodurch unsere Luft mehr der solaren Strahlung absorbiert und reflektiert.

Die Intensität der UV-Strahlung ist aktuell (3 Wochen vor Sommersonnendwende) genauso hoch wie Mitte Juli (3 Wochen nach Sommersonnenwende). Durch die Trägheit der Atmosphäre ist der Temperaturverlauf nicht ident mit dem Verlauf der Sonne, wodurch das Temperaturmaximum meistens erst im Hochsommer (August) erreicht wird. Ähnlicher Effekt tritt auch an einem Strahlungstag auf, wo das Temperaturmaximum ebenfalls am Nachmittag, und nicht zum Zeitpunkt des Sonnenhöchststandes (Mittag) liegt.

Die aktuell niedrigeren Temperaturen verglichen mit dem Hochsommer, lassen uns psychologisch auch die Gefahr des Sonnenbrandrisikos unterschätzen. Tatsächlich trifft uns Anfang Juni jedoch eine intensivere Strahlung als im August.

Winterblässe begünstigt Sonnenbrand

Ein weiteres Risiko geht von der noch schwach vorgebräunten Haut aus. Wer im Winter keinen Urlaub weit im Süden genossen hat, hat in den letzten Monaten nur wenig Sonne zu Gesicht bekommen. Verantwortlich für das Braunwerden der Haut ist das Pigment „Melanin“. Dieses bildet sich beim Eindringen der UVB-Strahlung in die Haut und legt sich wie eine Schutzschicht über die Zellen.

Durch den regenreichen Mai fehlen uns einige Sonnenstunden, und unsere sehr blasse Haut ist schlagartig beachtlicher Strahlung ausgesetzte. Es gilt also in den kommenden sonnigen Sommertagen besonderes Augenmerk auf richtigen Sonnenschutz zu legen.

An diesem Punkt soll auch ein Mythos widerlegt werden: Durch Fensterscheiben wird die Haut nicht braun, denn das Glas absorbiert die UVB-Strahlung. Im Schatten von Bäumen oder Schirmen findet allerdings sehr wohl ein Bräunungsprozess statt. Dieser ist sogar durch ein minimiertes Risiko für einen Sonnenbrand wesentlich gesünder.

Artikel erschienen am    2. Juni 2019  | 

Schreibe einen Kommentar