Gewitter - BlitzGewitter: Wolke-Erde-Blitz © wetter-wien.wien
Bereits am 28. November werden in der Region des östlichen Mittelmeers zahlreiche Blitze registriert. Seither wurde unter anderem der Inselstaat Zypern von schweren Gewittern getroffen. Grund hierfür ist ein Tiefdruckgebiet, welches bereits tagelang über dem Levantinischem Meer liegt. Aufgrund von sehr schwach ausgeprägter Höhenströmung im Südosten Europas zieht die Zyklone nicht weiter. Unterstützt wird die Bildung der Gewitter von einer sehr warmen Mittelmeeroberfläche mit 20°C. Dadurch kann das Tiefdruckgebiet sehr viel Wasser aufnehmen, welches über Land wieder als Regen zur Erde fällt.

Am 5.Dezember wurden an der zypriotischen Wetterstation in Kyrenia (nördlich von Nikosia) 83 mm Niederschlag in 24 Stunden verzeichnet. Seit 30.November wurden an dieser Station insgesamt 273 mm Regen verzeichnet. Im klimatologischen Mittel fallen in Nikosia jährlich 439 m. In den vergangenen Tagen ist also über die Hälfte des üblichen Jahresniederschlags gefallen, was naturgemäß zu Überflutungen führt.

Klima Zypern: Trockener Sommer und niederschlagsträchtiger Winter

Das Klima Zyperns ist generell zweigeteilt. Die Sommermonate verlaufen sehr trocken und bringen in der Regel kaum Niederschläge, während in den Monaten November bis Februar jeweils über 50 mm fallen. Daher bleibt Zypern auch nicht lang verschont, sondern wird bereits nächste Woche von den nächsten Regenfällen getroffen. Diese fallen allerdings nicht mehr so intensiv aus und stellen somit keine derartige Gefahr dar.

Da vor den aktuellen Niederschlägen eine enorm lange Trockenheit herrschte, kann nun zumindest in einem Punkt aufgeatmet werden: Die Wasserspeicherseen konnten wieder befüllt werden.

Artikel erschienen am    10. Dezember 2018  | 

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