Blühende Gräser machen Allergikern das Leben schwerBlühende Gräser machen Allergikern das Leben schwer

Der bisher sehr verregnete Mai war ein Segen für Allergiker, denn durch den vielen Niederschlag waren die Gräserpollen kaum zu spüren. Das vergangene Wochenende brachte schlussendlich jedoch die ersten Erscheinungen des Heuschnupfens hervor.

Belastung bei Wind besonders groß

Allgemein gilt, dass an windigen Tagen die Belastung durch Pollen deutlich höher ist als an windstillen. Der Wind schüttelt die Samen zum einen aus der Pflanze, und transportiert diese anschließend über weite Strecken in der Atmosphäre. An wirklich gradientschwachen (windstillen) Tagen ist die Belastung durch Allergene wie die Gräserpollen nur sehr lokal an das Vorhandensein einer blühenden Wiese gebunden. Ganz anders ist die Situation an einem windigen Tag, denn hier spüren Allergiker starke Symptome obwohl keine blühende Wiese in der näheren Umgebung ist.

Regen senkt Pollenkonzentration

Meteorologisch betrachtet sind Pollen Aerosole. Ein wichtiges Charakteristikum dieser ist ihre Lebensdauer. Da Samensporen zu den größeren und schwereren Aerosolen zählen, treten sie typischerweise nur in den bodennahen Schichten der Atmosphäre auf. Sie werden durch folgende drei Prozesse ausgeschieden:

  • Sedimentation: Durch die Schwerkraft fallen die Samen zu Boden.
  • Trockene Deposition: Die Pollen bleiben im Vorbeiflug an einer Oberfläche hängen.
  • Nasse Deposition: Die Sporen werden in einem Wassertröpfchen in der Luft gefangen und fallen mit diesem zu Boden. (Regen)

Vor allem der letztgenannte Prozess der nassen Deposition spielt eine wichtige Rolle. Bei Regen wird die Luft nämlich so von den Pollen reingewaschen.

Schutz vor hohen Pollenkonzentration

Für Allergiker ist ein Schutz vor den Pollen empfehlenswert. Besonders der Schlafraum sollte so gut wie möglich unbelastet sein. Pollenschutzgitter können das Eindringen der Aerosole durch das geöffnete Fenster minimieren. Außerdem kann eine geringere Belastung erzielt werden, indem kontaminierte Kleidung außerhalb des Schlafraumes aufbewahrt wird. Zusätzlich gibt es diverse Luftfilter oder Luftwäscher, welche die trotzdem eingedrungenen Pollen aus der Raumluft filtern.

Informationen über die aktuelle Pollenbelastung, sowie die der nächsten Tage, finden Sie auf der Internetseite des Pollenwarndienstes.

Artikel erschienen am    26. Mai 2019  | 

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