Schäden durch Föhnsturm Yves; Foto: BMI/FlugpolizeiSchäden durch Föhnsturm Yves; Foto: BMI/Flugpolizei
Föhnstürme erreichen Windgeschwindigkeiten bis über 100 km/h. Derart starker Winddruck kann im Wald und an Gebäuden schwere Schäden auslösen. Ursache und Namensgeber für den schweren Föhnsturm war das Tiefdruckgebiet „Yves“. Dieses Tief zog mit einem Kerndruck von 976 hPa von Frankreich und Deutschland bis zur Ostsee. Der Alpenraum lag auf der Vorderseite von „Yves“ und geriet außerdem in eine starke Südströmung, aus der sich der Föhnsturm entwickelte.

Am Patscherkofel bei Innsbruck wurden Orkanböen von 176 km/h gemessen und am Aineck im Salzburger Lungau 189 km/h. An einer exponierten ÖBB-Messstation am Feuersang bei Bad Gastein gar 249 km/h.

Schwere Schäden durch Föhnsturm

Der Föhnsturm sorgte in Teilen Österreichs für schwere Schäden, vor allem in Kärnten, Salzburg und der Steiermark. Ortschaften waren wegen umgestürzter Bäume nicht erreichbar, es kam zu Strom- und Fernwärmeausfällen, außerdem wurden Dächer von Kirchen und Häuser abgedeckt oder schwer beschädigt.

In Kärnten wurde am 12. Dezember Zivilschutzalarm ausgelöst, das Bundesheer wurde zur Unterstützung angefordert. 170 Soldaten standen im Assistenzeinsatz, außerdem halfen zwei Hubschrauber bei der Wiederherstellung des Stromnetzes. Dennoch dauerten die Aufräumarbeiten bis zum 20. Dezember.

Artikel erschienen am    27. Dezember 2017  | 

Schreibe einen Kommentar