Die Eisheiligen 2019 stehen bevor. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wird es jedoch -Zumindest in Wien - nicht geben.Die Eisheiligen 2019 stehen bevor. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wird es jedovh nicht geben.

Unter Eisheilige versteht man den Zeitraum vom 11. bis 15. Mai, welcher dafür berüchtigt ist nach den ersten sommerlichen Phasen nochmals einen Gruß vom Winter zu entsenden. Allerdings ist die Dauer von fünf Tagen nicht in Stein gemeißelt und so variiert sie regional zwischen 3 und 5 Tagen. Jeder dieser Eisheiligen hat auch einen Namen und so ist von Mamertus, Pankratius, Servatios, Bonifatius und von der kalten Sophie die Rede.

Meteorologisch klimatologische Bedeutung

Ursprünglich entstammt der Begriff der Eisheiligen aus Bauernregeln. Solche empirischen Erfahrungen treffen zwar oft zu, erweisen sich aber auch oft als Irrglaube. Bei den Eisheiligen handelt es sich jedoch um ein Phänomen, welches zum Teil auch statistisch bestätigt werden kann. Die genannten Tage fallen auffällig häufig kühler als das langjährige klimatologische Mittel aus. Der Grund hierfür ist jedoch noch nicht zur Gänze geklärt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ganz andere Schwerpunktsthemen in der aktuellen meteorologischen Forschung behandelt werden.

Kältewelle setzt sich fort

Unverkennbar liegen große Teile Mitteleuropas bereits seit den letzten Apriltagen unter dem Einfluss einer intensiven Kältewelle. Über die globalen Auswirkungen dieser haben wir bereits berichtet. Sie entspringt aus polaren Luftmassen und strömt bis an die Alpen hat. Genau genommen stellen die Eisheiligen heuer somit nicht eine abgeschlossene Kältewelle dar, sondern fallen in das Ende einer über 2 Wochen anhaltenden kühlen Phase.

Aktuell sorgt eine Reihe an Tiefdruckgebieten immer wieder für Niederschläge über Zentraleuropa. Während der Samstag zwar noch sonnig und warm mit Tageshöchstwerten um 21 °C beginnt, zieht in der Nacht auf Sonntag eine Kaltfront über Österreich. Diese sorgt für ergiebige Niederschläge. Wie für Wien typisch bleibt auch lebhafter Wind bis in die neue Woche erhalten. Wortwörtlich ist jedoch der Name „Eisheilige“ nicht zu nehmen, denn die Temperaturen werden auch in der Nacht über dem Gefrierpunkt bleiben.

Wirkliche Wetterbesserung ist aus heutiger Sicht zumindest in der ersten Wochenhälfte keine in Sicht.

Artikel erschienen am    10. Mai 2019  | 

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