Blitz, Gewitter und SturmNächtliches Gewitter und Sturm über dem Burgenland - © wetter-wien.wien
Der Sommer 2017 war heiß, nach 2003 und 2015 sogar der drittheißeste der Messgeschichte, wie die Meteorologen des wetter-wien-Partners Ubimet berichten. Hitze begünstigt die Entstehung von Gewittern, und tatsächlich war der Sommer reich an Blitz und Donner. Das Ubimet-Blitzmessnetz registrierte österreichweit mehr als 1,8 Millionen Blitzentladungen und damit rund 37 Prozent mehr als 2016.

Steiermark ist Blitz-Hotspot

Die meisten Gewitter gab es in der Steiermark. Mehr als 544.000 Blitze, somit wurden ein Viertel aller Entladungen in Österreich in der Steiermark registriert und macht diese einmal mehr zum Gewitter-Hotspot des Landes. Da die Gesamtzahl der Blitze natürlich immer davon abhängt, wie groß die Fläche des Messgebiets ist, wird allerdings zum direkten Vergleich der Bundesländer die Blitzdichte herangezogen – diese gibt entsprechend an, wie viele Blitze pro Quadratkilometer registriert wurden.

Auch in dieser Wertung liegt die Steiermark mit 33 Blitzen pro Quadratkilometer am ersten Platz, auf Rang zwei liegt Salzburg mit 26. Wien liegt im Bundesländer-Ranking nur auf Rang acht (13 Blitze/km²).

Blitzdichte nach Bundesländern (Blitze/km², Sommer 2017)
  1. Steiermark, 33
  2. Salzburg, 26
  3. Tirol, 22
  4. Oberösterreich, 21
  5. Burgenland, 20
  6. Kärnten, 20
  7. Vorarlberg, 15
  8. Wien, 13
  9. Niederösterreich, 13

Warum es in der Steiermark so oft Gewitter gibt

Grund für die vielen Gewitter in der Steiermark ist die Lage des Bundeslands am Südostrand der Alpen. Im Sommer gelangt warme und energiereiche (=feuchte) Luft aus dem südöstlichen Flachland an den Alpenrand. An den von der Sonne aufgeheizten Plateaus und Berghängen steigt diese Luft auf und kann zur Bildung einer Gewitterzelle führen. Außerdem – Eine weitere Wetterlage, die Gewitter begünstigt, sind Kaltfronten und diese kommen zumeist aus Nordwesten. Sobald die kalte Luft aus Nordwesten die Berge überwunden hat, sorgt sie auf der abgewandten Seite für eine Hebung der dort noch wärmeren Luft. Letztendlich entstehen so klassische Frontengewitter.

Hintergrund: So entstehen Gewitter

Artikel erschienen am    25. Dezember 2017  | 

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