Eine blühende Wiese mit Gräsern - eigentlich traumhaft schön, doch für Allergiker die reine HölleEine blühende Wiese mit Gräsern - eigentlich traumhaft schön, doch für Allergiker die reine Hölle

Die sparte des der Biometeorologie befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Wettereinflüssen und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Eine besonders große Rolle spielen hierbei die Pollen, welche in der Atmosphäre den Aerosolen zugeordnet werden.

Das Pollenjahr im Überblick

Die Blütezeit der verschiedenen Pflanzen verteilt sich nahezu auf das gesamte Jahr, denn lediglich im Winter pausiert der Pollenflug. Einige menschliche Organismen reagieren fälschlicherweise auf diese harmlosen Sporen allergisch und so beginnen Nasen zu rinnen und Augen zu jucken. Am Beginn des Allergiejahres steht ab Mitte Jänner die Blüte der Hasel und Erle. Ab Mitte März kommt das Allergen der Birke hinzu. Anfang Mai beginnt dann die lange Blütezeit der Gräser, welche bis Ende August andauert. Den Abschluss bilden im Spätsommer und Herbst die Pflanzen Beifuß und Ragweed.

Gras ist nicht gleich Gras

Im Gespräch mit anderen Allergikern werden trotz identer Allergie oft überraschend wenige parallelen zwischen den jeweiligen Auswirkungen festgestellt. Dies hat vor allem zwei Gründe:

Erstens reagiert jeder Körper anders. Während Einige über sehr starkes jucken der Augen klagen, empfinden Andere intensiveren Reiz am Gaumen oder eine rinnende Nase.

Außerdem gibt es in der Kategorie der Gräser über 65 Unterarten. Diese blühen nicht alle gleichzeitig und müssen auch nicht überall vorkommen. So entstehen enorme räumliche und zeitliche Unterschiede der Allergiebelastung.

Regen bringt Erleichterung

Im Falle der Gräserpollen ist die Belastung an sonnigen und windigen Tagen in der Nähe von blühenden Wiesen besonders stark. Der Wind löst die Sporen aus den Kapseln und trägt diese in der Atmosphäre weit hinfort.

Das Gegenteil hierzu sind verregnete Tage. Durch den Niederschlag werden die Partikel in der Regel ausgewaschen und die Belastung geht zurück. Komischerweise klagen einige Betroffene jedoch gerade beim Einsetzen des Niederschlages über besonders starke Symptome.

Im Eigenheim ist es wichtig die Pollen außerhalb des Schlafbereichs zu halten. Es ist daher ratsam die Alltagskleidung in einem anderen Raum als dem Schlafzimmer zu lagern. Zusätzlich kann die Luft durch spezielle Luftfilter gesäubert werden.

Gräser am 2. Mai blühbereit

Aktuell wird der Beginn der Gräserblüte auf den 2.ten Mai vorhergesagt. Der Start der Allergiesaison wird glücklicherweise sanft stattfinden, da bereits zum Wochenende erneut etwas Niederschlag erwartet wird. Dieser wäscht wie eben beschrieben die Aerosole aus der Luft und filtert sie gewissermaßen. Über diesen Regen werden sich nicht nur viele Allergiker, sondern auch die stark ausgetrocknete Natur freuen.

Nähere Informationen zur aktuellen Belastung durch diverse Pollen finden sich auf der Internetseite des Pollenwarndienstes, wo sich neben einem Pollencountdown auch regionale Belastungsinformationen finden.

Artikel erschienen am    30. April 2019  | 

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