Alpenglühen in den Radstädter Tauern; Foto: wetter-wien.wienAlpenglühen in den Radstädter Tauern; Foto: wetter-wien.wien

Alpenglühen einfach erklärt

Wenn die Sonne auf- bzw. untergeht, treffen deren orange bzw. rote Strahlen auf helle Berggipfel (Fels, Eis und Schnee) im Hochgebirge, welche die Strahlen reflektieren. Am intensivsten erscheint das Alpenglühen etwa 20 Minuten nach Sonnenuntergang bzw. wenn sich die Sonne vier Grad unterhalb des Horizonts befindet. Das Alpenglühen ist als nichts anderes als eine sogenannte Lichtstimmung im Hochgebirge bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

In der Dämmerung ist der Weg des Sonnenlichts durch die Atmosphäre sehr lang. Ähnlich wie beim Effekt des Abendrots wird das kurzwellige blaue Licht stärker gestreut als das langwellige rote Licht. Der kurzwellige Blaulicht-Anteil wird somit herausgefiltert, wodurch das verbleibende reflektierte Licht rot erscheint.

Das Alpenglühen in Pinzgau

Wenn es den ganzen Tag über sonnig ist, kann man einen weiteren Effekt des Alpenglühens beobachten. Bis in die Nacht hinein leuchten Schnee- und Eisflächen noch schwach nach. Grund dafür ist die sogenannte „Phosphoreszenz“: das in Eis und Schnee den Tag über aufgenommene Licht wird praktisch als Energie gespeichert und dann nach und nach wieder abgegeben.

Ein Video des Alpenglühens an der Nebelhornkette sehen Sie hier:

Artikel erschienen am    29. Dezember 2017  | 

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