https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:8_Java_Vulkan_Semeru_Gipfel.JPGVulkanausbruch; Foto von: M. Rietze
Genau so etwas passierte auch am Morgen des 24. Dezember zwischen der afrikanischen und der europäischen Erdplatte im Mittelmeerraum. An den Grenzen dieser liegt, auf der italienischen Insel Sizilien, Europas größter und aktivster Vulkan: Der Ätna. Er ist rund 3323 m hoch und bricht nahezu jährlich aus.

Erster Ausbruch am 24.12 ab 08:50

Da der Ätna ein sehr aktiver Vulkan ist, kommt es öfters zu kleineren Eruptionen. Bei diesen werden geringe Magmamengen an die Erdoberfläche transportiert, welche lediglich gering spürbare Auswirkungen auf die Umgebung haben. Der Ausbruch am Heiligen Abend war der erste stärkere Ausbruch in dem Jahr 2018. Die letze größere Eruption davor fand im Frühjahr 2017 statt. Aufgrund des ausgestoßenen Ascheaerosols musste der Betrieb am Flughafen Catania an der Ostküste Siziliens eingestellt werden. Nachstehendes Satellitenbild zeigt die hochreichende Aschewolke sehr deutlich. Eine Sperre des Luftraumes ist vor allem durch den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull bekannt, da infolge dessen 2010 der gesamte europäische Luftraum gesperrt werden musste. Solche Ausmaße stellen den Extremfall dar und sind diesmal definitiv nicht zu erwarten.

Aschesäule vom Ätna im Dezember 2018; Quelle: NASA

Viele Erdbeben fordern erste Schäden und Verletzungen

In den ersten drei Stunden nach dem Ausbruch wurden mehr als 130 leichte Erdbeben verzeichnet. Das bisher stärkste Erdbeben (Stand 26.12 11:00) ereignete sich in der Nacht auf 26. Dezember mit einer Magnitude von 4,8 auf der Richterskala. Eine Übersicht über die aktuelle Erdbebenaktivität findet sich auf der Homepage der ZAMG. Bei Beben dieser Stärke sind Schäden an Häusern zu erwarten, wodurch auch für Menschen Gefahren durch zusammenstürzende Gebäude entstehen. Durch die aktuellen Erdstöße sind bereits mindestens 10 verletzte Personen zu vermerken. Die Vergangenheit zeigte, dass sich eine solch aktive Phase eines Vulkans über einen längeren Zeitraum ausdehnen kann. Im Jahr 2014 hielt ein Ausbruch vom 3. August bis Mitte des Monats an. Ähnlich war es nach der Eruption am 3. Dezember 2015. Auch er dauerte ein halbes Monat an und galt als der heftigste der letzten Jahrzehnte.

Artikel erschienen am    26. Dezember 2018  | 

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