Abendrot im Großraum Wien; Foto: wetter-wien.wienAbendrot im Großraum Wien; Foto: wetter-wien.wien
An manchen Tagen erscheint der Himmel während oder kurz nach Sonnenuntergang leuchtend rot. Das Phänomen des „Abendrot“ entsteht, weil Sonnenlicht in der Atmosphäre der Erde gestreut wird.

So entsteht Abendrot

Sonnenlicht setzt sich aus vielen Farben zusammen, von Violett über Blau und Gelb bis hin zu Rot. Jede Farbe entspricht dabei einer bestimmten Wellenlänge des Lichts. Blaues Licht hat eine kurze Wellenlänge, rotes Licht die längste. Wenn Licht nun auf die Erdatmosphäre trifft, lenken es Luftmoleküle und Wassertröpfchen ab und es ändert seine Richtung. Kurzwelliges Licht (Blau) streut hierbei stärker als Langwelliges (Rot).

Warum ist der Himmel blau?

Steht die Sonne hoch, dann ist der Weg des Lichts durch die Atmosphäre kurz und streut dabei vermehrt blaues Licht. Das ist übrigens der Grund, warum uns der Himmel blau erscheint, obwohl sich dahinter das Schwarz des Weltalls verbirgt. Wir sehen also eigentlich nur die Streuung des Sonnenlichts.

Trifft das Sonnenlicht nun schräger auf die Atmosphäre, gestaltet sich der Weg des Lichts durch diese länger. Nun wird das blaue Licht so stark gestreut, dass es praktisch herausgefiltert wird und das rote Licht dominant erscheint. So entsteht nicht nur das Abendrot, sondern auch das Morgenrot.

Verwandt ist auch die Thematik des Alpenglühens, welcher ein ähnliches Phänomen zugrunde liegt.

Artikel erschienen am    22. Oktober 2017  | 

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